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18.02.2026
Bild: MDA Solutions GmbH

Je digitaler unsere Welt wird, desto wichtiger werden Daten. Im Zuge dieser Entwicklung gewinnt auch eine der wichtigsten Datensammlungen der E-Handwerke an Bedeutung: die Kalkulationshilfe der elektro- und informationstechnischen Handwerke (KFE). Sie wurde überarbeitet und verfügt nun über eine neue Struktur sowie eine beachtliche Datentiefe. Damit entwickelt sich das beliebte e-handwerkliche Instrument weiter: zu einem datenbasierten Fundament für die nächste Generation der Elektroplanung und -ausführung.

Als wichtiges Arbeitsinstrument für E-Betriebe, Planer und Ausschreibende hat sich die KFE seit Jahrzehnten bewährt. „Die historisch gewachsene Struktur der KFE führte jedoch zunehmend zu Brüchen zwischen Planung, Baustellenumsetzung und digitalen Workflows“, erklärt Andreas Dörflinger, Bundesbeauftragter für Digitalisierung im ZVEH und Geschäftsführer der MDA Solutions GmbH, die sich um die KFE kümmert: „Aus diesem Grund haben wir das traditionsreiche Nachschlagewerk jetzt überarbeitet, neu strukturiert und die bisherige, kapitelbasierte Gliederung in eine mehrstufige umgewandelt, die in Haupt- und Obergruppen unterteilt ist.“

Leistungen logisch neu gebündelt 
Die Hauptstruktur orientiert sich dabei an der Abfolge der Arbeiten auf der Baustelle sowie am Stromfluss (Einspeisung > Verteilung > Endgerät). Auch die unterhalb der Hauptgruppen angesiedelten Obergruppen folgen dieser Logik – so zum Beispiel „Strom- und Sammelschienensysteme“, „Schalt- und Installationsgeräte“ oder „Verlegesysteme, Kabel und Leitungen“ – und ermöglichen so eine feinere, nachvollziehbare Trennung.

Gleichzeitig wurden Leistungen und Bauzeiten neu definiert, und um weitere Hersteller- oder Tätigkeitsvarianten ergänzt. Damit können nun nicht nur Verbundleistungen besser dargestellt werden, es können nun auch unterschiedliche Bauzeiten bei einem Hersteller hinterlegt werden. Das ist zum Beispiel dann wichtig, wenn nach Aufgabentyp – zum Beispiel Gesamtmontage, elektrischer Anschluss oder Programmierung – beziehungsweise der dafür notwendigen Qualifikation – Auszubildender, Geselle, Meister – differenziert werden soll. Die erweiterten KFE-Daten verfügen damit über eine beachtliche Leistungstiefe. Vorteil für E-Betriebe: Es lässt sich jetzt individuell abbilden, mit welchen Herstellern, Programmen und Serien ein Betrieb bevorzugt arbeitet. 

Vorteil für E-Betriebe und andere Anwender 
Die neue KFE orientiert sich damit stärker an der tatsächlichen Arbeitsweise von Elektrohandwerksbetrieben. Sie erlaubt es ihnen, realistischer zu kalkulieren und minimiert Nacharbeiten bei Ausschreibungen. Für Planer und Auftraggeber entsteht zugleich eine transparentere und technisch präzisere Leistungsbeschreibung, die näher an der tatsächlichen Ausführung liegt. 

Fundament für KI-gestützte Ausschreibungsprozesse 
Die neue KFE-Architektur ist jedoch viel mehr als nur eine strukturelle Weiterentwicklung. Sie bildet zugleich die Datenbasis für digitale Plattformen wie „Electrofy“ (www.electrofy.de) und Gaeb.ai (www.gaeb.ai), die in Ausschreibungen mithilfe von Künstlicher Intelligenz die kalkulatorischen Erfordernisse erkennen und diese dann automatisiert mit den erweiterten KFE-Leistungspositionen „matchten“ können.

Waren bislang Stunden oder Tage für die manuelle Prüfung und die Nachbearbeitung notwendig, braucht es dafür nun nur noch wenige Minuten. E-Handwerksbetriebe sparen auf diese Weise wertvolle Zeit in der Angebotsphase. Planer profitieren von einer sofortigen Kostenschätzung, schnelleren Rückmeldungen und einer höheren Datenqualität, Ausschreibungen werden insgesamt konsistenter, vergleichbarer und belastbarer.

Die KFE als digitales Rückgrat der Elektrotechnik
Die KFE bleibt das, was sie immer war: das zentrale Referenzwerk der Elektrohandwerke. Doch mit der neuen Architektur wird sie zugleich zu einem digitalen Rückgrat für automatisierte Prozesse, individuelle Herstellerstrategien und intelligente Ausschreibungsplattformen.

Quelle: ZVEH

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